Bietrunde

Beim Bieten sagen die Spieler der Reihe nach, wie viele Punkte sie zu holen versprechen. Wer am meisten bietet, übernimmt das Spiel. Diesen Ablauf teilen alle Bietspiele; die Zahlen darin setzt jede Jassart selbst.

Der Ablauf

  1. Die Karten werden gegeben. Geboten wird danach, jeder Spieler kennt also sein Blatt
  2. Vorhand eröffnet und nennt ein Gebot
  3. Der Reihe nach in Spielrichtung überbietet jeder das laufende Gebot oder sagt «fort» und bleibt für diese Bietrunde draussen
  4. Das Bieten geht mehrmals im Kreis herum. Es endet, sobald die übrigen Spieler fort gesagt haben
  5. Der Meistbietende übernimmt das Spiel und bestimmt die Spielart

Jedes Gebot liegt über dem vorherigen. Beim Sidi-Barrani und beim Bolschewik spielt der Meistbietende auch die erste Karte aus.

Was jede Jassart selbst festlegt

BietspielTiefstes GebotKleinste Steigerung
Bieter zu dritt60010
Bieter zu viert35010
Bieter zu fünft60010
Bolschewik905
Palette1101
Sidi-Barrani50 (Empfehlung des Jassverbands Schweiz)5

Was ein Gebot nennt

Beim Sidi-Barrani und beim Bolschewik nennt ein Gebot beides: die Punktzahl und die Farbe, die Trumpf werden soll. Beim Bieter und beim Palette nennt es allein die Punktzahl, und der Meistbietende wählt die Spielart danach.

Jasskarten
Vier Farben stehen zur Wahl; jede bringt ihren Puur als höchsten TrumpfAlle Jasskarten

Neben den vier Farben lassen mehrere Bietspiele Spielarten ohne Trumpf zu, etwa Obenabe oder Undenufe. Den Abschluss der Leiter bildet vielerorts der Matsch: Beim Palette lässt sich ein «Matsch mit Partner» allein mit einem «Matsch alleine» überbieten, beim Sidi-Barrani ist der Matsch das höchste Gebot, angesagt mit 157, alle Punkte einer Runde.

Wer mit wem spielt

Beim Sidi-Barrani und beim Bolschewik stehen die Teams vor dem Bieten fest. Beim Bieter zu dritt und zu viert tritt der Meistbietende als König gegen die übrigen Spieler an. Beim Bieter zu fünft und beim Palette ruft er eine Karte, und wer sie hält, wird sein Partner.

Was das Gebot bindet

Der Spielübernehmer verspricht die gebotene Punktzahl. Erreicht er sie, schreibt seine Seite; verfehlt er sie, schreibt die Gegenseite. Wie viel dabei auf die Tafel kommt, regelt jede Jassart für sich, und mehrere Bietspiele erhöhen diesen Wert durch Doppeln und Kontern.

Wer Höhe oder Farbe noch ändern will, tut das während des Bietens mit einem neuen, höheren Gebot. Sobald die übrigen fort gesagt haben, steht das Spiel fest.

Häufige Fragen zu Bietrunde

Die Karten werden gegeben, danach eröffnet Vorhand mit einem Gebot. Der Reihe nach überbietet jeder Spieler das laufende Gebot oder sagt «fort» und bleibt für diese Bietrunde draussen. Das Bieten geht mehrmals im Kreis herum und endet, sobald die übrigen Spieler fort gesagt haben. Der Meistbietende übernimmt das Spiel und bestimmt die Spielart.

Vorhand eröffnet und nennt das erste Gebot, danach kommt in Spielrichtung jeder Spieler an die Reihe.

Das setzt jede Jassart selbst: beim Bieter 10 Punkte, beim Bolschewik und beim Sidi-Barrani 5 Punkte, beim Palette 1 Punkt. Ebenso verschieden ist das tiefste Gebot, etwa 600 beim Bieter zu dritt, 350 beim Bieter zu viert, 90 beim Bolschewik und 110 beim Palette. Beim Sidi-Barrani empfiehlt der Jassverband Schweiz 50 als tiefstes Gebot.

Er verspricht die gebotene Punktzahl. Erreicht er sie, schreibt seine Seite; verfehlt er sie, schreibt die Gegenseite. Wie viel dabei auf die Tafel kommt, regelt jede Jassart für sich.

Beim Sidi-Barrani und beim Bolschewik nennt ein Gebot die Punktzahl und die Farbe, die Trumpf werden soll. Beim Bieter und beim Palette nennt es allein die Punktzahl, und der Meistbietende wählt die Spielart danach.

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